Zu wenig Geld für Nachwuchs

Deutliche Mängel in der motorischen Leistungsfähigkeit weisen, wie eine Studie ergab, vier- bis sechsjährige Kinder in Vorpommern auf. Auswege gibt es auch hier.
 
An der Studie, die das Privatinstitut für Gesundheitssport und Trainingsanalyse in Greifswald durchführte, nahmen 500 Mädchen und Jungen aus 17 Kindergärten Vorpommerns teil. Defizite arbeiteten die Forscher vornehmlich bei den motorischen Fähigkeiten heraus: In Disziplinen wie Weitsprung aus dem Stand, Hin- und Herspringen, Einbeinstand, Werfen und Fangen eines Balls haben die untersuchten Kinder deutlich schlechtere Ergebnisse als in anderen Bundesländern erzielt.
 
Kinderturngerät „Greifswald“
 
Eine Alternative böte freilich der verstärkte Einsatz des Kinderturngeräts (KTG) Greifswald. Das KTG kommt derzeit in 18 Kindertagesstätten des Landes zum Einsatz. Entworfen hat es Anfang der 1960er Jahre eine Greifswalder Turn- und Sportpädagogin, weiterentwickelt der Sohn. Stand- und Schwebebalken zählen ebenso zum Gerätesatz wie Leitern, Kästen, Reckstangen. Mittlerweile besinnt man sich erfreulicherweise auf die Qualitäten des Geräts, das schon vor 1989 auch im westlichen Ausland für Aufsehen sorgte  (siehe dazu hier).
 
Studie empfiehlt flächendeckenden Einsatz
 
Unterdessen empfehlen Sportmediziner der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald den flächendeckenden Einsatz des kombinierbaren Geräts sowie die entsprechende Schulung des Personals in den Kinderbetreuungseinrichtungen. Die Wissenschaftler ließen das KTG im Auftrag des Bildungsministeriums von 500 Kindern und Erzieherinnen testen. Im Abschlußbericht vermerkten die Forscher eine deutliche Steigerung der motorischen Leistungsfähigkeit. Doch wenn’s hart auf hart kommt, gleichen Wissenschaftler aber hierzulande den einsamen Rufern in der Wüste: Zwar sieht sich die Landesregierung „durch die Studie in ihren Bemühungen um eine vielseitige motorische Frühförderung im vorschulischen Alter bestätigt und wird weitere Möglichkeiten ausloten, die täglichen angeleiteten Bewegungsangebote im Bereich der Kindertageseinrichtungen auszubauen“, wie sie in der Antwort auf eine Kleine Anfrage des NPD-Abgeordneten Stefan Köster mitteilte. „Eine flächendeckende Verteilung der Kinderturngeräte ,Greifswald’ ist (aber) derzeit nicht möglich“, dämpft sie gleichzeitig die Stimmung.
 
Wofür „Staatsknete“ da ist …
 
Stattdessen verplempert die herrschende Klasse sauer verdiente Steuergroschen lieber für „Demokratie“- und „Toleranz“-Projekte, die einem Dauerwahlkampf gegen die nationale Opposition gleichkommen und die vom eigenen Versagen ablenken sollen. Nicht zu vergessen sind die Diäten, die auf Initiative der „demokratischen“ Parteien in schöner Regelmäßigkeit steigen und steigen. Und bedenkt man, wofür in diesem Staat Jahr für Jahr Geld da ist, nimmt es nicht wunder, wenn für die Gesundheitsförderung im Nachwuchsbereich immer weniger Zuschüsse ausgereicht werden können. Erinnert sei hier noch einmal an Ausgaben für Kriegseinsätze, Ausländer-„Integration“ sowie Beiträge an Organisationen wie NATO und EU sowie milliardenschwere Steuerhilfen für Banken.  
 
Und so bleibt es beim Motto: „Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott.“ Oder wie es die Landesregierung in der Kleinen Anfrage ausdrückt: „Alternative beziehungsweise zusätzliche Möglichkeiten einer Ausweitung des Einsatzes des Kinderturngeräts ,Greifswald’ können in der Zusammenarbeit mit Sportvereinen, der finanziellen Unterstützung durch Elterninitiativen oder anderer Sponsoren sowie im Zusammenwirken mit Krankenkassen und Gesundheitsträgern liegen.“ Na dann, viel Glück.
Quelle: www.npd-mv.de Erstellt am Donnerstag, 03. Juni 2010