Alternativen zur Globalisierung

Neue Profil-Broschüre stellt das Konzept der "raumorientierten Volkswirtschaft" vor.

Die Auseinandersetzungen um Auswege aus der nunmehr seit Jahren andauernden Krise vermitteln einen beklemmenden Eindruck, denn sie dokumentieren das offenkundige Unvermögen, spürbare Lösungen zu finden. Ein Grund dafür liegt in dem engen ideologisch-ökonomischen Rahmen, in dem sich diese Auseinandersetzungen bewegen – zwischen David Ricardos These der komparativen Kostenvorteile und den neoliberalen Dogmen von Wettbewerb, Deregulierung, Liberalisierung und Privatisierung bleibt wenig geistiger Freiraum, um den grundlegenden ordnungspolitischen Problemen, die der Prozeß der Globalisierung aufwirft, auf den Grund zu gehen.
Der mit dem Schlagwort der "Globalisierung" beschriebene weltweite wirtschaftliche Liberalisierungsprozeß mit dem Abbau aller Hemmnisse beim Handel und beim Kapitalverkehr ermöglicht es heute den internationalen Konzernen, aufgrund des gewaltigen Gefälles der Produktionskosten zwischen "Hochlohn"- und "Billiglohnländern", Riesengewinne zu machen. Je mehr sich jedoch an diesem Geschäft beteiligen, um so mehr kommen die Wirtschaftskreisläufe aus dem Gleichgewicht. Nachdem die Abwanderung der Industrie aus den Hochlohnländern zunehmend das Ausmaß einer Massenflucht annimmt, geraten die auf Massenwohlstand aufgebauten westlichen Staaten in existenzielle Schwierigkeiten, die auf die Dauer ihre Existenz gefährden werden.

Fast jeden Tag kann man in den Zeitungen von weiteren Abwanderungen deutscher Betriebe ins billigere Ausland lesen, ohne daß auch nur annähernd Ersatz für die verlorengegangenen Arbeitsplätze geschaffen wird. Dieser Entwicklung steht man im Berliner Regierungsviertel völlig hilflos gegenüber. Man kuriert an den Symptomen, betreibt Sozialabbau und – in Bezug auf die sogenannten "Maastricht-Kriterien" – eine staatliche Einsparungspolitik, die nur weitere Arbeitsplätze kostet.

Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, daß man nicht ungestraft Wirtschaftssysteme mit extrem unterschiedlichem Produktionskostenniveau, ohne staatliche Eingriffe zur Herstellung der Chancengleichheit (beispielsweise durch Schutzzölle) aufeinanderprallen lassen kann, ohne einen für alle Beteiligten katastrophalen Vernichtungswettbewerb hervorzurufen. Trotzdem ist man noch weit entfernt von der Erkenntnis, daß die Ursache des Niedergangs die im Internationalismus wurzelnde Globalisierung der Wirtschaft ist.

Die NPD wird sich die Gelegenheit, hierzu vernünftige Zukunftskonzepte zu entwerfen, nicht entgehen lassen. Die immer deutlicher sichtbar werdenden verheerenden Folgen der Globalisierungspolitik geben ihr hierzu Gelegenheit. Nur mit einer nationalen Politik kann der internationale Kapitalismus soweit gebändigt werden, daß der Zusammenbruch unseres Wirtschafts- und Sozialsystems verhindert wird.

Aus diesem Grund hat der "Arbeitskreis Wirtschaftspolitik beim NPD-Parteivorstand" eine 135-seitige Broschüre „Grundlagen einer nationaldemokratischen Volkswirtschaftslehre“ erstellt, die gerade als Folge 13 in der nationaldemokratischen Schriftenreihe Profil erschienen ist. Die Texte wurden von Lennart Aae und Arne Schimmer verfaßt, die Gestaltung der Broschüre wurde von Jörg Hähnel besorgt.

Im Vorwort zur Broschüre schreibt der NPD-Parteivorsitzende Udo Voigt:

"Das nationaldemokratische Konzept einer raumorientierten Volkswirtschaft, das in der vorliegenden Broschüre in den Grundzügen erläutert wird, ist das Gegenbild zu einer freien Marktwirtschaft, die frei von sozialer und ökologischer Verantwortung ist, und all jene bestraft, die versuchen, ihre Arbeit ortsgebunden und verantwortungsbewußt zu tun. Dieses Gegenmodell ist aus der Einsicht heraus geboren, daß auf der globalen Ebene der Mega-Konzerne und der supranationalen Institutionen all jene institutionalisierten Formen sozial verantwortlicher und demokratisch kontrollierter politischer Macht fehlen, die notwendig wären, um den internationalen Konkurrenzkampf gegen seine Auswüchse abzuschirmen."

Die Broschüre ist erhältlich über den NPD-Parteivorstand, Seelenbinderstraße 42, 12555 Berlin und kann über diese Adresse zum Preis von 4 Euro bezogen werden.

zurück | drucken Erstellt am Mittwoch, 22. November 2006