Viel Lärm um „stillen“ Protest

Das Theater um den NPD-Infostand in Ludwigslust dokumentierte erneut das hilflose Agieren des Bürgermeisters sowie des Ordnungsamtes in der Stadt Ludwigslust.

Bereits des Öfteren hat der NPD-Kreisverband Westmecklenburg einen Informationsstand in der ehemaligen Kreisstadt Ludwigslust angemeldet und erfolgreich durchgeführt. Auch diesen Donnerstag wurde durch das Ordnungsamt der Stadt versucht, die NPD in Ihrem Wirken einzuschränken. Diesmal wurde der Betrieb einer Lautsprecheranlage untersagt.

Hintergrund war ganz offensichtlich der Versuch, die NPD mundtot zu machen. Gleich nach Aufbau des Infotisches versammelten sich zahlreiche Verantwortungsträger der Blockparteien aus Stadt, Land und Kreis. Sie bauten ebenfalls Stände auf. Ebenso versammelte sich ein Grüppchen links-gestrickter, dunkelgekleideter Typen vor dem „Zebef-Mehrgenerationenhaus“. Diese Herrschaften wurden ganz offensichtlich über das Vorhaben der Nationaldemokraten informiert. Gemeinsam, über alle „Parteiengrenzen“ hinweg, wollte man hier einen „stillen Protest“ organisieren - so war zu Lesen. Dabei paßte das Lautsprecherverbot natürlich rein zufällig ins Konzept der „stillen Protestler“.



Doch auch dieses Mal ist es der NPD gelungen, den demokratiefeindlichen Bestrebungen einiger Verantwortungsträger der Stadt ein Schnippchen zu schlagen. Die NPD-Mannschaft hatte nämlich Unterstützung durch den „zufällig“ vorbeikommenden Lautsprechertrupp des Kreisverbandes erhalten, welcher im gesamten Kreisgebiet unterwegs ist, um die Bürger in die Wahlkabinen zu rufen.

Das Entsetzen stand den stillen Protestlern ins Gesicht geschrieben. Hilflos ruderte der eiligst herbei gelaufene Bürgermeister der Stadt, Reinhard Mach, mit den Armen. In seiner offensichtlichen Verzweiflung betätigte dieser sich sogar als Parkplatz-Wächter, in dem er versuchte ein Parkverbot auf einem öffentlichen Parkplatz durchzusetzen. Unterstützung erhielt er dabei vom Leiter des Ordnungsamtes und einen großen Polizeiaufgebot. Am Ende fand sich aber dennoch ein Parkplatz für eine Kaffeepause der fleißigen nationalen Wahlkämpfer, nämlich direkt beim Rathaus. Danke Herr Mach!

Während es den stillen Protestlern die Sprache verschlug, waren die NPD und ihr Lautsprecherfahrzeug über mehrere Stunden in der gesamten Stadt unterwegs, um über die verfehlte Politik der Volksfeinde und deren Überwindung zu informieren. Immer wieder ließen die lautstarken Aktivisten in der Nähe des NPD-Infostandes „von sich hören“, die Blockparteien-Vertreter hatten nichts mehr zu sagen.

Klaus Bärthel, Stadtvertreter der NPD in Ludwigslust, nahm mit einiger Schadenfreude teil an dem Geschehen rund um den Alexandrinenplatz. In seiner amüsanten Art berichte er anwesenden Bürgern:

„Erst letzte Woche mußte sich unser feiner Herr Bürgermeister während der Stadtvertretersitzung einige kritische Fragen von mir gefallen lassen. Es ging um den verlorenen Rechtsstreit gegen die NPD wegen der fehlerhaften Plakatierungsverordnung. Darüber hinaus habe ich bei der Stadtverwaltung eine Ordnungswidrigkeit angezeigt. Denn entgegen sämtlicher Verfügungen hatten mehrere Parteien, allen voran die CDU, weit mehr Wahlplakate aufgehängt, als ihnen gestattet wurde. Ich habe das gut dokumentiert. Das Unvermögen oder der Unwillen der Verantwortungsträger der Stadt hier regelnd einzugreifen, offenbart wieder einmal das obskure Rechts- und Demokratieverständnis dieser Herren. Umso mehr freut es mich, wenn diese Typen einmal mehr lange Gesichter machen müssen.“

Nachdem die Mannschaft des NPD-Infostandes weitergezogen ist, verschwanden auch sämtliche Vertreter der Blockparteien aus der Stadt. Umso ungestörter und informativer konnten die Bürger über den NPD-Lautsprecherwagen - welcher noch lange Zeit blieb - aufgeklärt werden.
zurück | drucken Erstellt am Freitag, 20. September 2013